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Lohnsteuertabellen seit Juni 2022

Die Programmablaufpläne für die maschinelle Berechnung und für die Erstellung von Lohnsteuertabellen für den Lohnsteuerabzug 2022 sind neu veröffentlicht worden und seit Juni 2022 anzuwenden.

Bereits im Januar 2022 gab es eine kleine Steuerentlastung für alle Arbeitnehmenden. Diese und weitere Neuerungen waren in den ab Januar 2022 gültigen Lohnsteuertabellen und Lohnsteuerprogrammen enthalten. Dabei bleibt es aber nicht.

Geänderte Tabellen seit Juni 2022

Im Steuerentlastungsgesetz 2022 vom 23. Mai 2022 (Bundesgesetzblatt 2022 Teil 1 Seite 749) sind weitere Steuerentlastungen enthalten, die sich auf den Lohnsteuerabzug auswirken. Vorgesehen sind eine nochmalige Anhebung des Grundfreibetrags auf 10.347 Euro (bisher: 9.984 Euro) und eine Anhebung des Arbeitnehmer-Pauschbetrags auf 1.200 Euro (bisher: 1.000 Euro). Beide Maßnahmen gelten bereits (rückwirkend) für das Jahr 2022.

Das Bundesfinanzministerium hat deshalb geänderte Programmablaufpläne veröffentlicht (BMF-Schreiben vom 20. Mai 2022, IV C 5 - S 2361/19/10008 :005). Sie sind seit dem 1. Juni 2022 anzuwenden. 

Korrektur des Lohnsteuerabzugs erforderlich

Nach dem Inkrafttreten der neuen Programmablaufpläne, also regelmäßig im Juni 2022, ist der zuvor vorgenommene Lohnsteuerabzug vom Arbeitgeber zu korrigieren, wenn ihm dies wirtschaftlich zumutbar ist (§ 41c Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 und Satz 2 EstG).
Das ist der Regelfall. Die Art und Weise der Neuberechnung ist jedoch nicht zwingend festgelegt. Sie kann

  • durch eine Neuberechnung zurückliegender Lohnzahlungszeiträume,
  • durch eine Differenzberechnung für diese Lohnzahlungszeiträume oder
  • durch eine Erstattung im Rahmen der Berechnung der Lohnsteuer für einen demnächst fälligen sonstigen Bezug erfolgen.

Eine Verpflichtung zur Neuberechnung scheidet aus, wenn der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin keinen Arbeitslohn mehr bezieht oder wenn die Lohnsteuerbescheinigung bereits übermittelt oder ausgeschrieben worden ist (§ 41c Absatz 3 EStG).

Ändert der Arbeitgeber den Lohnsteuerabzug nicht, können die höheren Freibeträge bei der Veranlagung zur Einkommensteuer geltend gemacht werden.

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