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Lärmbelastung im Büro

Im Vergleich zur Baustelle mag das Büro als Ort der Ruhe gelten. Doch auch hier tritt Lärm auf, der die Beschäftigten bei der Arbeit stören kann.

Der Blog OFFICE ROXX hat unter seinen Lesern eine Befragung durchgeführt. 428 Beschäftigte aus unterschiedlich großen Unternehmen in Deutschland, davon 82 Prozent Büroangestellte, haben dafür zehn Fragen beantwortet. Die Ergebnisse zeigen, welcher Lärm den Beschäftigten im Büro am meisten zusetzt und was am Arbeitsplatz gegen Lärm unternommen wird.

Lärm im Büro ist eine (unterschätzte) Belastung

  • 18 Prozent gaben an, dass sie sich durch Geräusche nicht abgelenkt fühlten.
  • 51 Prozent  empfinden den Lärm, den sie bei der Arbeit wahrnehmen, als mittelmäßig störend.
  • Und 31 Prozent  sagen, dass sie sich durch akustische Störungen bei der Arbeit behindert fühlen.

Bei Teilnehmern, die im Homeoffice arbeiten, fielen die Umfrageergebnisse etwas anders aus. Allerdings sagten 21 Prozent von ihnen, dass zu Hause arbeiten keine geräuscharme Alternative darstelle.

Gespräche und Telefonate erschweren konzentriertes Arbeiten besonders

Als sehr störende Lärmquellen nannten ...

  • 66 Prozent  der Befragten längere Besprechungen im gleichen Raum,
  • 54 Prozent  Telefonate anderer,
  • 39 Prozent  Kollegengespräche,
  • 30 Prozent  Bürogeräte wie z. B. Drucker,
  • 28 Prozent Tastasturgeklapper bzw. Mausklicks,
  • 22 Prozent  „andere menschliche Geräusche“,
  • 14 Prozent die Belüftung, also z. B. eine Klimaanlage.

Eine schlechte Raumakustik wirkt sich auf die Gesundheit aus

Die nachfolgenden Angaben zeigen, welche Auswirkungen zu viel Lärm am Büroarbeitsplatz verursacht. So nannten ...

  • 51 Prozent Konzentrationsstörungen,
  • 32 Prozent  Kopfschmerzen,
  • 29 Prozent Muskelverspannungen und
  • 28 Prozent Nervosität.

Aber auch von Schlafstörungen, hohem Blutdruck, Magen- und Darmproblemen sowie Herz- und Kreislaufproblemen wurden mit geringeren Anteilen berichtet.

Das hilft, wenn’s im Büro zu laut ist

  • 55 Prozent greifen zum Kopfhörer, wenn sie Ruhe zum konzentrierten Arbeiten brauchen.
  • 30 Prozent können sich an ruhigere Einzelarbeitsplätze zurückziehen.
  • 28 Prozent gaben an, dass für mehr Ruhe bei ihnen im Büro Teppich verlegt sei.
  • 25 Prozent wussten von schallabsorbierenden Trennwänden als raumakustische Elemente in ihrem Büro.

Auch Decken- und Wandabsorber sowie Vorhänge oder spezielle Möbeloberflächen wurden erwähnt.

Arbeitsstätten-Regel „Lärm“ kaum bekannt

Anforderungen an die Raumakustik von Büroräumen sind in der Arbeitsstätten-Regel ASR A3.7 „Lärm“ beschrieben. 78 Prozent der Befragten kannten die Richtlinie nicht. Und nur 22 Prozent hatten schon einmal davon gehört.

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