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Nach Corona-Erkrankung zurück an den Arbeitsplatz

Knapp 3,75 Mio. Covid19-Infektionen gab es seit 2020 in Deutschland. Es ist wichtig, dass sich Beschäftigte und Führungskräfte gemeinsam um die Rückkehr an den Arbeitsplatz kümmern – vor allem nach einer langen Genesungszeit.

Eine Corona-Infektion dauert in leichten Fällen ca. zwei bis drei Wochen. Bei einem schweren Verlauf kann die akute Krankheitsphase doppelt so lang sein. Nicht jeder Betroffene ist sofort wieder voll leistungsfähig. Experten gehen davon aus, dass 10 - 20 Prozent aller Infizierten noch Wochen und Monate nach der Erkrankung mit Langzeitfolgen zu kämpfen haben. Sie leiden u. a. an extremer Müdigkeit, Atemnot, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schmerzen im Brustkorb oder psychischen Problemen.

EU-OSHA bietet je einen Leitfaden für Beschäftigte und für Führungskräfte

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) hat zwei Leitfäden zur Rückkehr an die Arbeit nach einer Covid-19-Erkrankung herausgebracht. Der eine wendet sich an betroffene Beschäftigte, der andere an die Führungskräfte im Unternehmen, die bei der Rückkehr unterstützen sollen.

Das ist für die Beschäftigten während und nach der Erkrankung wichtig

Für die Beschäftigten geht es zunächst darum, was im Akutfall und bei länger dauernder Krankheit zu tun ist. Anschließend wird erklärt, wer eine Freigabe vom Arzt braucht, bevor er wieder arbeiten gehen kann. Das hängt u. a. davon ab, ob der Beschäftigte körperlich schwere Tätigkeiten oder Arbeiten in sicherheitskritischen Bereichen auszuführen hat. Außerdem wird anhand von Beispielen erklärt, wie die Arbeit je nach Gesundheitszustand angepasst werden kann, etwa durch

  • weniger Arbeitsstunden oder
  • ein verringertes Arbeitspensum oder
  • die Unterstützung eines Kollegen.

In fünf Schritten zurück an den Arbeitsplatz

Eine erfolgreiche Rückkehr an den Arbeitsplatz hängt stark vom Verhalten der Vorgesetzten ab. Der Leitfaden für Führungskräfte bietet dafür ein Vorgehen in folgenden fünf Schritten an:

  1. Halten Sie Kontakt.
  2. Bereiten Sie die Rückkehr des Mitarbeiters vor.
  3. Führen Sie ein Mitarbeitergespräch.
  4. Bieten Sie Unterstützung an.
  5. Überprüfen Sie regelmäßig den aktuellen Stand.

Vertrauensvolle Unterstützung von Anfang an

Um Vertrauen aufzubauen ist es wichtig, sich angemessen um den Covid-19-Erkrankten zu kümmern.

  • Vereinbaren Sie mit dem Erkrankten, in welcher Form und wie häufig Sie mit ihm Kontakt halten dürfen.
  • Besprechen Sie, was er hinsichtlich der Krankschreibung beachten muss.
  • Fragen Sie, welche Informationen u. a. zum Krankheitsverlauf Sie an Kollegen weitergeben dürfen.
  • Klären Sie im Gespräch, in welchem Umfang – je nach Arbeit und eventuell noch vorhandenen Symptomen – der Beschäftigte Unterstützung braucht.

Auch Führungskräfte brauchen manchmal Unterstützung

Aufgabe der Führungskraft ist es, Unterstützung anzubieten und bei der Rückkehr zur Seite zu stehen. Dabei sollten vor allem die Bedürfnisse des Betroffenen berücksichtigt werden. Manchmal braucht aber auch die Führungskraft Unterstützung. Die bekommt sie z. B. von

  • einer anderen Führungskraft,
  • der Personalabteilung oder
  • einem Experten für Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz,
  • dem arbeitsmedizinischen Dienst oder
  • dem Betriebsarzt.

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