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Richtig lüften ohne sich zu erkälten

Wer sich mit mehreren Personen für längere Zeit zum Arbeiten in einem Raum befindet, sollte regelmäßig für frische Luft sorgen. Doch Lüften ist in der kalten Jahreszeit eher unbeliebt. Mit ein paar Tricks muss man nicht allzu sehr frieren.

Während des Lockdowns ist das Lüften von Klassenzimmern, Seminar- oder Büroräumen weniger ein Thema. Doch nicht jeder ist wochenlang zu Hause oder kann im Homeoffice arbeiten. Und auch in privaten Räumen kann kräftiges Durchlüften für Wohlbefinden und bessere Atemluft sorgen.

Schnell und gut: Stoßlüften

Je kälter die Luft draußen und je wärmer die Luft im Raum, desto schneller erfolgt der Luftaustausch beim Lüften. Voraussetzung dafür ist das Stoßlüften. Ungeeignet ist halbherziges Lüften, indem man nur ein Fenster öffnet. Auch permanent gekippt Fenster bringen kaum Frischluft, kühlen einen Raum jedoch aus.

Öffnen Sie zum Lüften alle Fenster und Türen sperrangelweit

Beim Stoßlüften sollte man ein paar Tipps befolgen, dann funktioniert es noch besser und schneller.

  • Öffnen Sie alle Fenster sperrangelweit.
  • Machen Sie die (gegenüberliegenden) Zimmertüren ebenfalls ganz auf.
  • Öffnen Sie idealerweise auch die Fenster und/oder Türen oder die Zimmertüren und Fenster im Flur auf der anderen Flurseite.
  • Bei Durchzug erfolgt der Luftaustausch übrigens am allerschnellsten, noch schneller sogar, wenn es draußen windet.

Drei bis fünf Minuten Lüften sind im Winter genug

Bei Durchzug reichen im Winter drei Minuten, sonst sind fünf Minuten genug. Wer dann die Fenster wieder schließt, wird merken, dass der Raum bald wieder warm, die Luft aber noch lange frisch ist. Die Lüftungsintervalle zum Schutz gegen Corona liegen bei ca. 20 bis 45 Minuten, abhängig davon, wie viele Kubikmeter der Raum hat und wie viele Personen sich darin befinden. Mit der CO2-Timer-App der Deutschen Gesetzlichen Rentenversicherung (DGUV) oder einem CO2-Messgerät lassen sich die Lüftungsintervalle schnell feststellen.

Viel mehr als 21 Grad muss es nicht sein

Nach dem Lüften sollten Fenster und Türen wieder geschlossen werden, so dass sich die Wärme von den Heizkörpern sowie die Wärme, die in den Wänden, der Decke und dem Boden gespeichert sind, wieder ausbreiten kann. Die Raumtemperatur sollte für Büroarbeit ca. 21 Grad betragen. Durchs Lüften sinkt sie kurzfristig um zwei bis drei Grad. Deshalb empfiehlt es sich, die Raumtemperatur eventuell etwas höher zu drehen.

Wenn es möglich ist, verlassen Sie den Raum während des Lüftens

Nutzen Sie die Minuten des Luftaustausches z. B. für einen Toilettengang, machen Sie sich einen Kaffee oder Tee in der Teeküche, holen Sie Ihre Ausdrucke im Druckerraum ab etc.

Wenn Sie während des Lüftens im Raum bleiben müssen ...

... oder wollen, sorgen Sie dafür, dass Sie sich trotz der winterlichen Frischluft wohl fühlen. Ziehen Sie sich einen Schal und Pulswärmer an, schlüpfen Sie kurz in Jacke oder Mantel, bringen Sie sich eine warme Decke oder ein Schaffell mit und kuscheln Sie sich bei Bedarf darin ein, legen Sie sich eine Wärmeflasche auf die Beine, stellen Sie sich eine Thermoskanne mit heißem Tee bereit und trinken Sie etwas Warmes etc.

Machen Sie sich die Vorteile des Lüftens bewusst

  • Saubere, frische Luft trägt zur Gesundheit bei.
  • Frischluft unterstützt das Denken und konzentrierte Arbeiten.
  • Frischluftpausen sind belebend, allein schon deshalb, weil Sie zum Öffnen der Fenster und Türen aufstehen.
  • Kurzzeitiges Lüften und kurzfristiges Absenken der Raumtemperatur verursacht keine bisher bekannten Gesundheitsschäden.
  • Alle Viren und Bakterien aus der Raumluft werden nach draußen transportiert.

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